Asana 2025: Meditations-Sitzhaltung

Von Sukhasana – die „leichte Haltung“ bis Sidhhasana – die „Haltung des Eingeweihten“ gibt es viele Möglichkeiten und Bezeichnungen der für dich passenden und perfekten Sitzhaltung. Am bekanntesten ist vermutlich Padmasana – der „Lotussitz“. Bei Knie- oder auch Hüftproblemen empfiehlt sich der Fersensitz (siehe Bild ganz unten) oder auch auf einem Stuhl zu sitzen, ohne sich anzulehnen, Füsse fest geerdet am Boden. Wichtig ist die Aufrichtung der Wirbelsäule und dass alle überflüssige Anspannung los gelassen werden kann. Deine Meditation hat überhaupt nichts davon, wenn du Schmerzen hast und die ganze Zeit mit deiner Haltung beschäftigt bist, finde die Position, die dich sowohl energetisch als auch entspannt fühlen lässt!

Das Ziel der Asana-Praxis
ist seit jeher, eine gute Sitzhaltung. Asana kann mit „Sitz“übersetzt werden.
Die ersten Yogis entwickelten nach und nach die Körperhaltungen um beim Meditieren gut Sitzen zu können. Dafür braucht es vor allem Rückenkraft und Aufrichtung, dann auch noch bewegliche Hüftgelenke,stabile Knie und entspannte Schultern. Einen aktiven Beckenboden für die Erdung und ausbalancierte Kopfhaltung für die Verbindung nach Oben.
Die einzelnen Körperteile müssen genauso entspannt und locker wie auch gleichzeitig stabil und kraftvoll sein um über einen längeren Zeitraum ruhig und aufrecht sitzen zu können.

Kursthema „Aufrichtung“
Aufrichtung ist das grosse Thema der Kursreihe die wir im September ´25 gestartet haben. Wir richten uns dabei nach der Struktur, also Wirbelsäule als Basis, Füsse als Fundament, dann die Beine, Knie und Hüftgelenke / Becken. Von unten nach oben. Vor den Ferien waren die Schultern dran. Zu Weihnachten passend der Fokus auf den Herzpunkt als wichtige Hilfe für die Aufrichtung. Eine absolut grundlegende Körperhaltung zum Thema Aufrichtung ist dabei natürlich die Berghaltung und ich bin wohl nicht die einzige die von der Komplexität von Tadasana beeindruckt ist.

Einfach nur stehen?!
das sagt sich so leicht aber wir merken, um wirklich vollkommen in Balance zwischen Anspannung und Entspannung, zwischen Lockerheit und Aufrichtung zu stehen bedarf es eines wachen Bewusstseins für viele Einzelheiten die in einem harmonischen Gefüge „zusammengefügt“ werden.
Die Anleitung findest du auch hier auf sayoga: Samasthiti – Aufmerksamkeit in allen Teilen.

Die Wirbelsäule und ihr intrinsisches Gleichgewicht
Unser Körper ist so faszinierend und perfekt, das gibt mir immer wieder Anlass zu Demut und Staunen. (Auszug aus dem Buch Yoga Anatomie von Leslie Kaminoff) „Würde man alle Muskeln, die mit der WS verbunden sind, entfernen, würde sie trotzdem nicht zusammenfallen. Warum? Das Prinzip des intrinsischen Gleichgewichts erklärt nicht nur, warum die WS ein selbsttragendes Gebilde ist, sondern auch, warum jede Bewegung der WS potenzielle Energie produziert, die die WS in die Ausgangsposition zurückbewegt. … Wir verbrauchen für unsere ständige, unbewusste, gegen die Schwerkraft gerichtete Muskelanspannung viel Energie und daher ist mit dem Loslassen dieser Anspannung ein Gefühl freigesetzter Energie verbunden. … Yoga kann dabei helfen, die gespeicherte potenzielle Energie des Achsenskeletts freizusetzen, indem die weniger effizienten äußerlichen Muskelanspannungen, die die Wirkung jener tieferen Kräfte behindern, identifiziert und gelöst werden.“

„Yoga ist 99% Praxis, 1% Theorie“ (K. Patthabhi Jois)
deshalb, lade ich dich JETZT dazu ein: Such dir eine dieser Haltungen aus, die dich sowohl bequem und gut geerdet sitzen oder auch stehen lassen und RICHTE DICH GUT AUF. Konzentriere dich auf deinen Atem, er zeigt dir den Weg in die Stille … Meditiere.


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